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metadata language: German

Mikrozensus Familie und Geburtenhäufigkeit - 1995

Version
1.0.0
Resource Type
Dataset
Creator
  • Baumgartner, Doris
  • Buscher, Marco
  • Cotter, Stéphane
  • Fux, Beat
  • Gabadinho, Alexis
  • Sauvain-Dugerdil, Claudine
Publication Date
2016-04-04
Publisher
  • FORS - Swiss Centre of Expertise in the Social Sciences
Description
  • Abstract

    Anfangs der 90er Jahre lanciert die Wirtschaftskommission für Europa (Economic Commission for Europe - ECE) der Vereinten Nationen ein Projekt, das die Durchführung international vergleichender Erhebungen über Familie und Geburtenhäufigkeit in den Ländern Europas vorsah (Fertility and Family Surveys - FFS). Seit drei Jahrzehnten ist in Europa ein tiefgreifender Wandel in den Bereichen Geburtenhäufigkeit, Ausbildung und Familienstrukturen zu beobachten. Verschiedene Autoren sprechen in diesem Zusammenhang von einem "zweiten demographischen Umbruch". In zahlreichen europäischen Ländern zeichnen sich folgende Trends ab: sinkende Geburtenhäufigkeit, zusammen mit zusammengefassten Geburtenziffern, welche weiterhin unter den für den Generationenerhalt notwendigen Wert liegen (1,49 in der Schweiz zum Erhebungszeitpunkt 1994 und 1,50 im Jahr 1996), Rückgang der Heiratsneigung und Aufkommen neuer Familienformen (Konsensualpaare, Einelternfamilien, Fortsetzungsfamilien). Falls diese Trends weiter anhalten, ist mit bedeutenden demographischen Konsequenzen zu rechnen, mit entsprechend einscheidenden Folgen für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Organisation (ein Thema ist vor allem die Alterung der Bevölkerung). Die Erhebung von biographischen Daten gestattet es, detaillierte Informationen auf der Stufe des Einzelnen zu sammeln, welche die Volkszählungsdaten ergänzen. Die Lebensverläufe in unserer Gesellschaft werden immer komplexer und vielfältiger. Bei den Volkszählungen können nur wenige Informationen zur Biographie des Einzelnen erhoben werden; diese Angaben sind aber von grundlegender Bedeutung, wenn es darum geht, Verhaltensänderungen im Bereich Geburtenhäufigkeit und Partnerschaft zu verstehen und zu erklären. Die Erhebung von biographischen Daten liefert demnach wichtige Grundlagen für die Statistik und die wissenschaftliche Forschung. Ein weiteres Ziel dieses Projekts besteht darin, Informationen für die Personen bereitszustellen, die mit der Ausarbeitung der Familien- und Sozialpolitik befasst sind. Ein (von der Schweiz nicht übernommenes) fakultatives Modul des Fragebogens ist denn auch der Bevölkerungspolitik gewidmet und dient zur Überprüfung der Wirksamkeit dieser Politik. Der Plan einer internationalen Erhebung über Familie und Geburtenhäufigkeit in Europa verfolgt somit folgende Zielsetzungen: - Bereitstellung von Informationen über Familien und Geburtenhäufigkeit, welche die Volkszählungs- und Zivilstandsdaten ergänzen und für wissenschaftliche Zwecke, aber auch für die Belange der Politik und der Verwaltung verwendet werden können; - Bereitstellung von Daten, welche zur Erarbeitung von genaueren Bevölkerungsszenarien dienen können; - Testen neuer Hypothesen betreffend die Determinanten des Eltern- und Partnerschaftsverhaltens; - Untersuchung der Probleme im Zusammenhang mit der Familien- und Geburtenpolitik; - Vergleiche der neueren Entwicklungen im Bereich Familie und Geburtenhäufigkeit in den europäischen Ländern. Jedes teilnehmende Land führt eine für die Bevölkerung repräsentative Stichprobenerhebung durch, welche auf einem standardisierten Fragebogen basiert. Die erhobenen Daten sind demnach mit denjenigen anderer Länder vergleichbar. Das Bundesamt für Statistik hatte im Rahmen seines Mikrozensus-Programms die Durchführung einer Erhebung über Familie und Geburtenhäufigkeit geplant. Die amtliche Statistik in unserem Land verfügt nur über wenige Daten, die eine Analyse des tiefgreifenden Wandels in diesem Bereich ermöglichen. Das Projekt der Wirtschaftskommission für Europa bot der Schweiz die Möglichkeit, eine solche Erhebung durchzuführen und sich gleichzeitig an einem international vergleichenden Forschungsprogramm zu beteiligen. 1992 wurde das Grundkonzept dafür erstellt. Die Gesamtleitung des im Auftrag des Bundesrats realisierten Projekts lag beim Bundesamt für Statistik, das mit dem Soziologischen Institut der Universität Zürich und dem Laboratoire de démographie économique et sociale der Universität Genf zusammenarbeitete. Die Erhebung verfolgte folgende Zielsetzungen: - Erarbeiten eines Überblicks über die jüngste Entwicklung und die aktuelle Lage der Familie und der Geburtenhäufigkeit in der Schweiz; - Untersuchen der Wechselwirkungen zwischen Ausbildung, Erwerbstätigkeit, familialen Lebensformen und Geburtenhäufigkeit; - Aufschluss geben über den Wandel der Einstellungen und Werthaltungen über Familie und Kind. Diese Erhebung ermöglicht (lebenslaufbezogene) Längsschnittanalysen als Ergänzung zu den auf Volkszählungs- und Zivilstandsdaten basierenden (momentbezogenen) Querschnittuntersuchungen der Situation in den Bereichen Geburtenhäufigkeit, Heiratsneigung und Haushaltsstruktur. Diese Informationen sind für die mit sozial- und familienpolitischen Entscheiden befassten Personen sowie für die wissenschaftliche Forschung bestimmt.
Temporal Coverage
  • Retrospektive Lebensverlaufsstudie
Geographic Coverage
  • Switzerland (CH)
  • Schweiz
Sampled Universe
Ständige Wohnbevölkerung der Schweiz (einschliesslich ausländische Staatsangehörige mit Ausweis B oder C) im Alter von 20 bis 49 Jahren
Sampling
Zufallsstichprobe : Zwei separate Zufallstichproben wurden gezogen, davon eine bei Frauen und eine bei Männern. Die Stichproben wurden nach einem geographischen Kriterium geschichtet. Die Einsatzplanung der Befragerinnen und Befrager für die Feldarbeit wurde durch eine "gekl
Time Dimension
  • Querschnitt
Collection Mode
  • Telefoninterview (CATI etc.)
  • Befragung Face-to-Face (CAPI, CAMI, PAPI etc.)
  • Selbst ausgefüllter Fragebogen: Papier
Note
Zu dieser Erhebung gibt es auch einen "internationalen Datensatz", der dem Fragebogen entspricht, der ursprünglich von der FFS-Gruppe entwickelt wurde (http://www.unece.org/deap/pau/f_home1.htm). Der Originalfragebogen wurde aber in der Schweiz wie in vielen anderen Ländern zum Teil abgeändert (etwa 13% der Fragen). Im Nachhinein wurden die erhobenen Daten umkodiert, um dem international definierten Standardfile zu entsprechen, dem sogenannten Standard Recode File, SRF. Diese Version ist bei FORS auch erhältlich, als Rohdatenfile mit Codebuch. Die Erklärungen zu diesem Datensatz, so wie das Codebuch, sind auf der zitierten Web-Seite zu finden. Der Benutzer, der auch an Daten aus anderen Ländern interessiert ist, findet auf dieser Seite die Kontaktadresse.
Availability
Download
Nach vorheriger Zustimmung des Autors

Update Metadata: 2019-05-14 | Issue Number: 1 | Registration Date: 2019-05-14

Baumgartner, Doris; Buscher, Marco; Cotter, Stéphane; Fux, Beat; Gabadinho, Alexis et. al. (2016): Mikrozensus Familie und Geburtenhäufigkeit - 1995. Version: 1.0.0. FORS - Swiss Center for Expertise in Social Research. Dataset. https://doi.org/10.23662/FORS-DS-212-1