Lohnungleichheit in Deutschland sinkt

Version
2.0
Resource Type
Text : Aufsatz
Creator
  • Fedorets, Alexandra
  • Grabka, Markus M.
  • Schröder, Carsten
  • Seebauer, Johannes
Collective Title
  • DIW Wochenbericht
    87 (2020), 7, S. 91-97
Publication Date
2020
Publication Place
Berlin
Classification
  • JEL:
    • Personal Income, Wealth, and Their Distributions
    • General Welfare
    • Measurement and Analysis of Poverty
Description
  • Abstract

    In den vergangenen zehn Jahren erlebte Deutschland einen Beschäftigungsrekord nach dem anderen. Nach einer langen Phase rückläufiger oder stagnierender Reallöhne stiegen die vereinbarten Bruttostundenlöhne in den Jahren 2013 bis 2018 den Daten des Sozio-oekonomischen Panels zufolge um mehr als acht Prozent. Darüber hinaus geht seit 2006 die Lohnungleichheit zurück, was sich mit der Einführung des Mindestlohns und dessen Anhebung fortsetzt. Die Spreizung zwischen dem oberen und den unteren Rand der Bruttostundenlohnverteilung liegt im Jahr 2018 wieder auf dem Niveau von Beginn der 2000er Jahre. Zudem gibt es Anzeichen dafür, dass der Anteil der Beschäftigten im Niedriglohnsektor zurückgeht. Er ist von 23,7 Prozent im Jahr 2015 auf 21,7 Prozent im Jahr 2018 gefallen. Zieht man den vereinbarten Stundenlohn heran, erhalten im Jahr 2018 weiterhin etwa 2,4 Millionen Anspruchsberechtigte in Haupttätigkeit keinen Mindestlohn. Auch um unbezahlten Überstunden vorzubeugen, bereitet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales einen Gesetzentwurf zur Arbeitszeiterfassung vor. Dieses Gesetz sollte zügig umgesetzt werden, damit Arbeitszeitkontrollen zur Einhaltung des Mindestlohns effektiver vorgenommen werden können.
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Update Metadata: 2020-02-13 | Issue Number: 2 | Registration Date: 2020-02-12