Durch Airbnb-Vermietungen steigen in Berlin die Mieten

Version
2.0
Resource Type
Text : Aufsatz
Creator
  • Duso, Tomaso
  • Michelsen, Claus
  • Schäfer, Maximilian
  • Tran, Kevin Ducbao
Collective Title
  • DIW Wochenbericht
    88 (2021), 7, S. 95-102
Publication Date
2021
Publication Place
Berlin
Classification
  • JEL:
    • Business Fluctuations; Cycles
    • General Outlook and Conditions
Description
  • Abstract

    Seit rund zehn Jahren steigen in Berlin die Mietpreise von Wohnimmobilien stark an. Kurzzeitvermietungen über Vermittlungsplattformen wie Airbnb stehen im Verdacht diese Entwicklung weiter zu befeuern. Tatsächlich zeigen Schätzungen: Durch eine zusätzliche Airbnb-Unterkunft steigen im direkten Umfeld die Angebotsmieten um durchschnittlich 13 Cent je Quadratmeter. Dies ist vor allem auf dauerhafte Airbnb-Angebote zurückzuführen, die dem Wohnungsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen. Das im Jahr 2014 beschlossene Zweckentfremdungsverbot hat die kurzzeitige Untervermietung stark eingegrenzt. Infolgedessen ist das Angebot auf dem Mietwohnungsmarkt gestiegen und die Mieten sind dadurch etwas gesunken. Dabei kann die Ersparnis bei neu geschlossenen Mietverträgen abhängig vom Bezirk bis zu 38 Euro monatlich für eine 65 Quadratmeter große Wohnung betragen. Da jedoch nur ein geringer Anteil aller Berliner Wohnungen für kurzzeitige Vermietungen angeboten wird, dürfte das Zweckentfremdungsverbot die Wohnungsknappheit sowie den Mietpreisanstieg in der Hauptstadt nicht erheblich reduzieren.
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Update Metadata: 2021-02-18 | Issue Number: 2 | Registration Date: 2021-02-17